Sachsen-Anhalt
Flagge und Wappen von Sachsen-Anhalt
Landesflagge:
Die Landesfarben von Sachsen-Anhalt sind Gelb und Schwarz. Seit 1884 hatte die Provinz Sachsen die Farben Schwarz und Gelb. Das Neugegründete Land Sachsen-Anhalt musste 1990 die Reihenfolge der Farben tauschen, da Baden-Württemberg Schwarz und Gelb als Landesfarben eingeführt hatte. Um weitere Verwechslungen mit Baden-Württemberg zu vermeiden, wurde 2017 im Landtag beschlossen, Landesdienstflagge als neue Landesflagge zu nehmen, wo das Wappen von Sachsen-Anhalt mittig auf der Flagge platziert ist.
Wappen:
Blasonierung: Das Landeswappen zeigt im geteilten Schild, oben neunmal geteilt, die Farben gold über schwarz, schrägrechts belegt mit einem grünen Rautenkranz sowie links – in Höhe der oberen fünf Teilungen – im silbernen Freifeld einen schwarzen Adler mit goldener Bewehrung und roter Zunge. Das untere Feld zeigt in Silber einen schreitenden schwarzen Bären auf einer schwarzgefugten roten Zinnenmauer mit offenem Tor.
Einführng: 29.01.1991
Bedeutung: In dem Wappen werden die sich auf dem heutigen Gebiet Sachsen-Anhalts ehemaligen Herrschaften dar. Preußen (Adler); Sachsen (Rautenkranz); Anhalt (Bär auf Mauer).
Wappen der Stadt- und Landkreise von Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel
Blasonierung: Gespalten und halbgeteilt von Silber, Gold und Blau, vorn am Spalt ein roter Adler mit goldener Bewehrung, hinten oben ein aufgerichteter blauer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung, hinten unten ein goldener vorheraldischer ankerkreuzförmiger Beschlag.
Verleihung: 24.11.1994
Beschreibung: Die jahrhundertealte Zugehörigkeit der Altmark zur Mark Brandenburg wird durch den roten Löwen symbolisiert. Der Lüneburger Löwe weist auf die ehemalige Zugehörigkeit des Amtes Klötze zu Braunschweig-Lüneburg hin. Die Bedeutung Albrechts des Bären für die Altmark wird mit dem vorheraldischen ankerkreuzförmigen Beschlag dargestellt.
Anhalt-Bitterfeld
Blasonierung: Geviert.
1: in Silber ein auf roter Zinnenmauer linkshin schreitender schwarzer Bär;
2: in Gold ein rot bewehrter, dreizehiger, schwarzer Löwe mit ausgeschlagener Zunge;
3: in Silber drei rote Seeblätter 2:1;
4: in Rot eine wachsende silberne Palme mit Früchten.
Verleihung: 31.08.2007
Beschreibung: Den Bezug zu dem ehemaligen Fürstentum Anhalt stellt der schreitende Löwe auf der Mauer dar. Der sächsisch-wettinische Einfluss wird mit dem schwarzen Löwen symbolisiert. Die drei Seeblätter sind dem Wappen der Grafen von Brehna entnommen. Dem Wappen von Köthen wurde die Palme entnommen, die für eine fruchtbringende Gesellschaft steht.
Börde
Blasonierung: In rot ein reitender silberner Krieger, die gesenkte Knebellanze in der Rechten und mit dem Rundschild am linken Arm den oberen Teil des gegürteten Schwertes verdeckend, der gezäumte silberne Hengst schreitend auf einer zum Mäander gewundenen silbernen Schlange, deren Kopf sich am linken Schildrand abwärts in den Schildfuß senkt (Hornhausener Reiter).
Verleihung: 08.08.2007
Beschreibung: Das Motiv des Reitersteins stammte vermutlich aus dem frühen Mittelalter. In dieser Zeit gehörte das Territorium des heutigen Landkreises zu au Ostfalen. Der Reiterstein wurde 1874 von zwei Brüdern beim Pflüges des Feldes bei Hornhausen gefunden.
Burgenlandkreis
Blasonierung: Der Burgenlandkreis führt im Wappen in Silber eine schwarzgefugte rote Burg, die erniedrigte Burgmauer besetzt mit 2 oben anstoßenden und in den Außenrand verschwindenden Zinnentürmen, zwischen den Türmen eine sechsbeerige (3:2:1) blaue Weintraube mit zwei grünen Blättern, die Burgmauer belegt mit einem goldenen Schild, darin ein schwarzes Bergmannsgezähe.
Verleihung: 19.02.2008
Beschreibung: Die Weintrauben stehen für den Weinbau in der Saale-Unstrut Region. Der Bergbau in dieser Region wird mit dem Bergmannsgezähe symbolisiert.
Dessau-Roßlau
Blasonierung: Geviert;
1: in Silber am Spalt ein rechtshalber roter Adler, golden bewehrt und rot gezungt;
2: neunmal geteilt Schwarz über Gold, belegt mit schrägrechtem grünen Rautenkranz;
3: geviert von Gold und Rot;
4: in Silber auf blauem Wasser ein linkshin fahrendes rotes Schiff, auf dem gesetzten goldenen Segel ein links gewendeter, stehender schwarzer Bär mit silberner Krone und je einem abgewendeten silbernen Beil in den Vordertatzen; die Mastspitze belegt mit einem blauen Karpfen; die Bugfahne Blau über Weiß.
Als Beizeichen abgesetzt über dem Schildhaupt eine stilisierte rote Mauerkrone mit fünf Tortürmen.
Verleihung: 30.06.2007
Beschreibung: In diesem Wappen steht der Adler für die Markgrafschaft Brandenburg. Für das Herzogtum Sachsen steht der Balken und der Rautenkranz. Die Grafschaft Waldersee wird mit den gelb-roten Rauten symbolisiert und die Stadt Roßlau mit deren Stadtwappen.
Halle / Saale
Blasonierung: In Silber ein steigender roter Mond zwischen zwei sechsstrahligen roten Sternen, der überhöhte Stern etwas größer dargestellt.
Verleihung: 14. Jahrhundert
Beschreibung: Eine genaue Bedeutung des Wappens ist nicht überliefert. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass das Wappen vom Probstsiegel des ansässigen Augustiner-Chorherrenstifts stammt.
Harz
Blasonierung: Gespalten von Silber und Rot, vorn zwei zugewendete, steigende rote Forellen, hinten zwei schräg gekreuzte silberne Kredenzmesser mit goldenen Griffen.
Verleihung: 03.01.2008
Beschreibung: Die ehemaligen Landkreise Halberstadt, Wernigerode und Quedlinburg wurden zum Landkreis Harz zusammengelegt. Somit enthält das Wappen Elemente aus den ehemaligen Landkreiswappen. Aus dem Kreiswappen vom Landkreis Halberstadt wurde der Hintergrund in weiß-rot entnommen und deutet auf das Bistum Halberstadt hin. Die Forellen stammen vom Wappen der Grafen von Wernigerode und deuten auf den Auftrag der Grafen hin die Gegend zu missionieren. Die Kredenzmesser gehen auf den Reichsstift Quedlinburg zurück.
Jerichower Land
Blasonierung: Gespalten von Blau und Silber, vorn ein silberner Pfahl, hinten ein schwarzer silbern konturierter und rotbewehrter Kranich.
Verleihung: 12.09.1995
Beschreibung: Der Kranich soll den Landkreis schützen und steht in der Heraldik für Wachsamkeit. Der silberne Pfahl steht für den Elbe-Havel-Kanal und die Elbe als westliche Grenze. Die Farben Blau und Weiß entstammen den ehemaligen Landkreisen Burg und Genthin aus denen der Landkreis Jerichower Land entstanden ist.
Magdeburg
Blasonierung: In Silber eine gezinnte rote, schwarz gefugte Burg mit zwei spitzbedachten Türmen, geöffnetem goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgatter; zwischen den Türmen wachsend eine grün bekleidete Jungfrau (Magd), in der erhobenen Rechten einen grünen Kranz empor haltend.
Verleihung: seit dem 13. Jahrhundert
Beschreibung: Das Wappen der Stadt Magdeburg ist ein sogenanntes redendes Wappen. Der Name setzt sich aus den beden Bildern die Jungfrau (Mägde) und die Burg zusammen.
Mansfeld-Südharz
Blasonierung: Halbgespalten und geteilt; vorn geviert, 1 und 4: sechsfach Silber über Rot geteilt, 2 und 3: in Silber sechs (3:3) rote Rauten; hinten in Silber eine stilisierte natürliche rote Rose; unten in Grün ein silbernes Dreieck, belegt mit einem schräggekreuzten schwarzen Bergmannsgezähe.
Verleihung: 19.12.2007
Beschreibung: Für die ehemalige Grafschaft Mansfeld stehen die roten Balken und Rauten. Die Stadt Sangerhausen mit ihrem Rosarium wird mit der Rose symbolisiert. Der Naturreichtum im Kreisgebiet wird mit Grün dargestellt und der Kupferbergbau in Mansfeld und Sangerhausen mit dem Bergbaugezähe.
Saalekreis
Blasonierung: Geviert; Feld 1: geteilt von Rot über Silber, Feld 2: in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe, Feld 3: in Gold ein schwarzes Kreuz, Feld 4: siebenmal geteilt von Silber über Rot.
Verleihung: 08.08.2007
Beschreibung: Das Wappen setzt sich aus vier ehemaligen Herrscherfamilien in Kreisgebiet zusammen. Das geteilte Feld in Rot und Weiß steht für das Bistum Magdeburg. Der schwarze Löwe für die Wettiner. Das Bistum Merseburg wird mit dem schwarzen Kreuz dargestellt. Die Edlen von Querfurt werden mit den siebenmal geteilten Silber über Rot dargestellt.
Salzlandkreis
Blasonierung: Geviert von Rot und Silber, 1 und 4: in einem goldenen Stutzkorb ein silbernes Stück Salz mit drei goldenen Zierbändern; 2: ein golden bewehrter und bezungter schwarzer Adler, die Saxen belegt mit goldenen Kleestängeln; 3: ein schreitender, rot bezungter schwarzer Bär mit silbernem Halsband auf einer schrägen, schwarz gefugten roten Zinnenmauer mit einem geschlossenen silbernen Tor mit schwarzen Beschlägen und schwarzem Schloss auf der rechten Seite.
Verleihung: 29.10.2007
Beschreibung: Die beiden Salzkörbe sind redende Symbole des Landkreises. Sie deuten auf die historische Bedeutung der Salzgewinnung hin, die bis heute ein bedeutender Wirtschafts- und Tourismusfaktor im Landkreis ist. Der preußische Adler deutet auf die von zwei dritteln der Fläche des Landkreises historische Herkunft hin. Der anhaltinische Bär steht für die Familie der Askanier und steht für deren Herrschaft in Bernburg.
Stendal
Blasonierung: Gespalten und halb geteilt, vorn in Silber ein roter goldenbewehrter Adler am Spalt; hinten oben in Blau ein dreiblättriges goldenes Kleeblatt, bewinkelt von drei silbernen Eichenblättern, hinten unten in Schwarz drei goldene Rauten (2:1).
Verleihung: 20.12.1995
Beschreibung: Die Dreiteilung des Wappens zeigt, das der heutige Landkreis aus den Altkreisen Stendal, Osterburg und Havelberg gegründet wurde. Für die Herkunft der Altmark und des ehemaligen Kreises Havelberg steht der rote Adler. Für den ehemaligen Kreis Stendal steht das goldene Kleeblatt mit den silbernen Eichenblättern, welches auch das Wappen der Familie von Bismarck ist. Die drei Rauten sind das Wappen der Familie von Osterburg und symbolisieren den Kreis Osterburg.
Wittenberg
Blasonierung: Zwei rote Schwerter gekreuzt auf Schwarz über Silber geteiltem Schild.
Verleihung: 28.02.1939
Beschreibung: Die gekreuzten Schwerter sind die Würdenzeichen der Erzmarschälle des Heiligen Römischen Reiches. Die Kurfürsten von Sachsen hatten dieses Amt inne. Sie steht für eine über 400 Jahre dauernde Verwaltungsgeschichte um die Gebiete Wittenberg, Jessen und Gräfenhainichen.