Wappen der Stadt- und Landkreise von Hessen
Bergstraße
Blasonierung: Das gevierte Schild zeigt im 1. blauen Feld einen silbernen Zinnenturm auf silbernem Berg; im 2. silbernen Feld eine rote fünfblättrige Blüte mit goldenen Butzen; im 3. silbernen Feld das rote Lorscher Nagelspitzkreuz und im 4. blauen Feld den hessischen Löwen.
Verleihung: 27.10.1954
Beschreibung: Der Zinnenturm steht für die ehemals wichtige Festung Starkenburg. Die Blüte symbolisiert die Landschaft zwischen Rhein und Neckar. Das Kloster Lorsch wird durch das Nagelspitzkreuz repräsentiert und erinnert an die Rechtsabtei im Mittelalter. Der Löwe symbolisiert das Land Hessen.
Darmstadt-Dieburg
Blasonierung: In einem von Gold und Blau geteilten Schild oben ein blaubewehrter und -bezungter Löwe, in den Pranken ein rotes sechsspeichiges Rad haltend, unten dreiundzwanzig silberne Sterne.
Verleihung: 16.06.1978
Beschreibung: Die Obergrafschaft der Grafen von Katzenelnbogen hatten Ihren Sitz in Darmstadt und werden durch den Löwen im Wappen symbolisiert. Mit dem Mainzer Rad wird an die Kurmainz im heutigen Kreisgebiet erinnert. Die 23 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet, werden durch die 23 Sterne dargestellt.
Darmstadt
Blasonierung: Unter einer auf den oberen Schildrand gesetzten rot ausgeschlagenen großherzoglichen Krone im geteilten Schild, oben in Gold ein blau bewehrter und bezungter, wachsender roter Löwe, unten in Blau eine silberne Lilie.
Verleihung: 15. Jahrhundert
Beschreibung: Die ehemalige Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen über Darmstadt wird durch den Löwen symbolisiert. Der symbolische Nachweis der Lilie ist nicht ganz belegt. Es wird vermutet, dass die Lilie die ursprünglich der Gottesmutter Maria geweihte Stadtkirche in Darmstadt symbolisieren soll.
Frankfurt am Main
Blasonierung: Das Stadtwappen zeigt den weißen (silbernen), aufgerichteten, goldgekrönten und goldbewehrten Adler mit gespreizten Flügeln und Fängen, mit blauer Zunge und blauen Krallen auf dem roten Feld.
Verleihung: 13. Jahrhundert
Beschreibung: Nicht geklärt. Der Adler wird seit dem 13. Jahrhundert als Stadtwappen von Frankfurt geführt. Die Farben Rot und Weiß sind die Frankfurter Farben.
Fulda
Blasonierung: Von Silber und Blau gespalten, vorn ein durchgehendes schwarzes Kreuz, hinten von Silber und Rot achtmal geteilter goldengekrönter und –bewehrter Löwe.
Verleihung: 11.12.1936
Beschreibung: In dem Wappen sind das Fuldaer Kreuz und der hessische Löwe abgebildet.
Gießen
Blasonierung: Schild geteilt. Oben in Silber ein rotes Balkendreieck; unten in Blau ein silbernes Antoniterkreuz.
Verleihung: Mai 1952
Beschreibung: Die für den Landkreis Gießen typischen Fachwerkhäuser werden mit dem Balkendreieck symbolisiert. Genauso wie das Zusammenspiel der Gemeinden auf dem Fundament der kommunalen Stadtverwaltung. Das Antoniterkreuz geht auf das Antoniterkloster in Grünberg zurück, welches die Gründung der Universität in Gießen finanziert hat.
Groß-Gerau
Blasonierung: Gespalten: vorne neunfach von Rot und Silber geteilt, hinten zwei schwarze Balken in Silber; in der Schildmitte aufgelegt ein blauer Herzschild mit drei (2:1 gestellten) silbernen Rauten.
Verleihung: 25.01.1967
Beschreibung: Bevor 1479 das Gebiet hessisch wurde, herrschten dort die von Dornberger, symbolisiert durch das Herzschild, und die Katzenelnbogen. Die Herrschaft der Grafschaft Isenburg wird durch die schwarzen Balken dargestellt. Dem hessischen Wappen wurden die rot-silbernen Streifen entnommen.
Hanau
Blasonierung: Gespaltenes Schild: Im rechten Teil (nach heraldischer Betrachtung) ist ein steigender gekrönter Löwe mit roter Zunge nach links in einem mit silbernen Kreuzchen belegten schwarzen Feld zu sehen, im linken Teil drei rote Sparren vor goldenem Grund (Hanauer Sparren). Auf dem Schild sitzt ein Spangenhelm mit rot-goldener geblatteter Helmdecke und einer Adelskrone. Darauf schaut ein halber Schwan nach rechts.
Verleihung: 1905
Beschreibung: Das Wappen geht auf die Grafschaft Hanau zurück und basiert auf dem ältesten Siegel der Stadt seit 1354. Die Herren von Hanau-Dorfelden werden mit dem Löwen und den Winkeln symbolisiert.
Hersfeld-Rotenburg
Blasonierung: Gespalten von Silber und Rot, vorne ein facettiertes Doppeltatzenkreuz, hinten ein waagerechter silberner Ast, aus dem ein Zweig mit drei silbernen Lindenblättern emporwächst.
Verleihung: 29.03.1976
Beschreibung: Die ehemaligen Kreisstädte Hersfeld und Rotenburg werden durch das versinnbildlicht. Das Doppeltatzenkreuz ist das Zeichen des alten Stifts Hersfeld und der Lindenast ist das Wappen der Stadt Rotenburg.
Hochtaunuskreis
Blasonierung: In Blau ein gespaltener steigender Löwe, vorne von vier silbernen Eisenhüten begleitet, goldbewehrt und neunmal von Silber und Rot geteilt, hinten von vier goldenen Kleeblättern begleitet, rotbewehrt und golden.
Verleihung: 12.07.1974
Beschreibung: Mit diesem Wappen wird an die früheren Herrschaften des Kreises erinnert. Mit dem hessischen Löwen im vorderen Teil wird die Landgrafschaft Hessen-Homburg dargestellt. Auf das Herzogtum Nassau deutet der Löwe in der hinteren Hälfte hin. Die 4 Eisenhüte symbolisieren die Herren von Cronberg und die 4 Kleeblätter stammen von der Stadt Usingen.
Landkreis Kassel
Blasonierung: Im von Blau und Gold schräglinks geteilten Schild oben der goldgekrönte und -bewehrte, wachsende hessische Löwe, unten drei fächerförmig gestellte grüne Eichenblätter, denen zwei hintereinanderliegende, schräglinks gestellte schwarze Wolfsangeln aufgelegt sind.
Verleihung: 09.05.1975
Beschreibung: Der hessische Löwe zeigt die Zugehörigkeit des Landkreises zu Hessen. Die Eichenblätter symbolisieren weisen auf die Zugehörigkeit des Reinhardswaldes zum Landkreis hin. Auf den Altkreis Wolfshagen deuten die Wolfsangeln hin.
Kassel
Blasonierung: In Blau ein silberner Schrägbalken, oben begleitet von sechs (2:4 gestellten) und unten von sieben (4:3 gestellten) schräggestellten, silbernen Kleeblättern.
Verleihung: 13. Jahrhundert
Beschreibung: Der silberne Schrägbalken steht für den Fluss Fulda. Die Darstellung der 13 Kleeblätter ist historisch noch nicht begründet. Einige Forscher gehen davon aus, dass die Anzahl der Kleeblätter auf der jeweiligen Seite die Anzahl der Ratsherren symbolisiert. Eine andere Volkserzählung ist, die Kleeblätter stehen für Fischerhäuser entlang der Fulda.
Lahn-Dill-Kreis
Blasonierung: Im geteilten Wappen oben in goldenem Feld ein rotbewehrter schwarzer Doppeladler; unten vorn in goldenem Feld ein blaues Jagdhorn mit rotem Band, hinten in blauem, mit goldenen Schindeln bestreutem Feld ein rotbewehrter goldener Löwe.
Verleihung: 04.08.1980
Beschreibung: Die ehemalige Reichsstadt Wetzlar wird mit dem Reichsadler dargestellt. Für die Grafschaft Oranien steht das Jagdhorn und für das Fürstentum Nassau steht der Löwe.
Limburg-Weilburg
Blasonierung: In Blau ein rot-silbern geschachtes Kreuz, belegt mit einem blauen Schild, darin zwischen goldenen Schindeln ein rotbewehrter goldener Löwe.
Verleihung: 18.04.1975
Beschreibung: Der Nassauer Löwe steht für die Grafschaft Nassau in der heute Weilburg und Umland liegen. Den Bezug zum heiligen Georg als Stiftspatron und zum Kurfürstentum Trier, das vom 15. bis 18. Jahrhundert die Landesherrschaft im Limburger Raum ausgeübt hat, stellt das Kreuz her.
Main-Kinzig-Kreis
Blasonierung: Geteilt und halbgespalten: Oben in Rot ein aus einem silbernen Wellenschildfuß wachsender, golden bewehrter, silberner Schwan; unten vorn in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler mit einem silbernen Brustschild mit schwarzem Balken; unten hinten in Rot zwei goldene Schrägbalken.
Verleihung: 30.12.1980
Beschreibung: Der Schwan wurde dem Wappen der Grafschaft Hanau entnommen. Die Erinnerung der hervorragenden Stellung Gelnhausens im Mittelalter wird durch das Wappen von Gelnhausen, den Reichsadler, aufrechterhalten. Die "Hutt´schen Balken" der Herren von Hutten symbolisieren den Altkreis Schlüchtern und stehen für weitere zahlreichere kleinere Herrschaften.
Main-Taunus-Kreis
Blasonierung: Im geteilten Schild oben ein silbernes Rad in Rot, unten drei rote Sparren in Silber.
Verleihung: 19.06.1950
Beschreibung: Die Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz werden mit dem Mainzer Rad symbolisiert. Auf die Herrschaft der Herren von Eppstein im Kreisgebiet weisen die Sparren im unteren Wappen hin.
Marburg-Biedenkopf
Blasonierung: Im blauen Schild der goldgekrönte und bewehrte, neunmal von Silber und Rot geteilte hessische Löwe, der in seinen Pranken den Schild des Deutschordens - in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz - hält.
Verleihung: 11.07.1975
Beschreibung: Der hessische Löwe im Wappen steht für die Landgrafschaft Hessen und deren Nachfolgestaaten. Der deutsche Ritterorden hatte in Marburg eine bedeutende Niederlassung. Diese wird mit dem Kreuz des Ritterordens symbolisiert.
Odenwaldkreis
Blasonierung: Auf goldenem Grund eine schwarze, bewurzelte Eiche, begleitet von drei sechsstrahligen roten Sternen.
Verleihung: 20.11.1956
Beschreibung: Für die vielen Wälder des Kreises steht die Eiche im Wappen. Bis 1806 herrschten im Gebiet die Grafen von Erbach. Zur Erinnerung an diese wurden die 3 Sterne aus deren Wappen in das Kreiswappen übernommen.
Landkreis Offenbach
Blasonierung: In silbernem Schild ein grüner Eichbaum mit drei goldenen Eicheln, belegt mit einem von Silber und Rot gespaltenen Schildchen, darin vorn zwei schwarze Balken, hinten ein halbiertes silbernes Rad am Spalt.
Verleihung: 08.02.1951
Beschreibung: Die ehemals ausgedehnten Wälder vom Wildbann Dreieich werden mit dem Eichenbaum symbolisiert. Weitere Herrschaften in dem Gebiet werden mit dem Wappen der Grafen von Ober-Isenburg (schwarze Balken) und dem Mainzer Rad symbolisiert.
Offenbach am Main
Blasonierung: Das Wappen der Stadt Offenbach am Main zeigt in Blau einen bewurzelten silbernen Eichbaum mit fünf silbernen Eicheln auf blauem Grund.
Verleihung: als Stadtsiegel seit 1639 bekannt
Beschreibung: Das Stadtgebiet von Offenbach am Main gehörte zum Reichsforst Dreieich und wird durch die Eiche im Wappen symbolisiert.
Rheingau-Taunus-Kreis
Blasonierung: Schräglinks geteilt: oben in mit goldenen Schindeln bestreutem blauen Feld ein wachsender, rot bewehrter und so gezungter goldener Löwe, unten in Silber ein rotes sechsspeichiges Rad.
Verleihung: 22.01.1981
Beschreibung: Das heutige Wappen vereint die ehemaligen Herrschaftsgebiete des Bistums Mainz (Mainzer Rad) und des Herzogtums Nassau (Löwe).
Schwalm-Eder-Kreis
Blasonierung: In Blau über drei erniedrigten silbernen Wellenbändern der golden gekrönte und bewehrte, sechsmal von Silber und Rot geteilte, wachsende hessische Löwe.
Verleihung: 04.09.1975
Beschreibung: Die Landgrafschaft Hessen und deren Nachfolger werden durch den hessischen Löwen dargestellt. Die drei größten Flüsse im Kreisgebiet Fulda, Eder und Schwalm werden mit den 3 Wellenlinien dargestellt.
Vogelsbergkreis
Blasonierung: Durch eine Silberleiste schräglinks geteilt; oben in Rot zwei natürliche silberne Türkenbundlilien, unten in Blau der dreimal von Silber und Rot geteilte Löwenkopf mit goldener Krone.
Verleihung: 26.07.1978
Beschreibung: Die Türkenbundlilien stehen für den Naturpark Vulkanregion Vogelsberg und wurden dem Wappen von Lauterbach entnommen. Im größten Teil des Kreisgebietes herrschten die Landgrafen von Hessen und deren Nachfolger die mit dem Löwenkopf symbolisiert werden.
Waldeck-Frankenberg
Blasonierung: Von Blau und Gold schräglinks geteilt; oben der wachsende, von Silber und Rot geteilte hessische Löwe, unten der schwarze achtstrahlige Waldecker Stern.
Verleihung: 21.06.1974
Beschreibung: Der Löwe steht für die Landgrafschaft Hessen und deren Nachfolgestaaten, die im südlichen Teil des Landkreises rund um Frankenberg herrschten. Das ehemalige Fürstentum Waldeck wird mit dem Waldecker Stern dargestellt.
Werra-Meißner-Kreis
Blasonierung: Über einem grünen, mit einem silbernen Wellenbalken belegten Dreiberg hinter einer silbernen Flanke, darin ein neunblättriger roter Eschenzweig, in Blau eine eintürmige, rot bedachte silberne Burg.
Verleihung: 12.11.1976
Beschreibung: Dem alten Kreiswappen von Eschwege wurde der Eschenzweig entnommen. Die Burg Ludwigstein war im alten Kreiswappen von Witzenhausen enthalten und wurde in diese Kreiswappen übernommen. Als redendes Symbol für den Kreisnamen wurde der Dreiberg mit den Wellenbalken genommen.
Wetteraukreis
Blasonierung: Schild von blauem Wellenbalken geteilt, oben in Gold wachsend der schwarze, rotbewehrte Doppeladler, unten zwei rote Balken in Silber.
Verleihung: 02.07.1975
Beschreibung: Für das Reichsland Wetterau und die ehemalige Freie Reichsstadt Friedberg steht der Reichadler im Wappen. Für die ehemals herrschenden Grafen von Isenburg-Büdingen stehen die 2 roten Balken. Als redendes Symbol für den Kreisnamen steht der blaue Wellenbalken.
Wiesbaden
Blasonierung: In Blau drei (2:1) goldene Lilien – die Lilie mit drei Ringen gezeichnet.
Verleihung: 1906
Beschreibung: Die Lilien tauchen im 16. Jahrhundert das erstmal im Stadtsiegel auf. Sie sollen französischer Herkunft sein.